Hiobsbotschaft

Die Redewendung bzw. der Begriff Hiobsbotschaft beschreibt eine Nachricht oder Mitteilung, die für den Empfänger sehr negative, vielleicht sogar katastrophale Botschaft enthält. Sie geht zurück auf die biblische Erzählung des Hiob.

Bedeutung und Beispiele einer Hiobsbotschaft

Wie nicht wenige der biblischen Sprichwörter und Begriffe, die aus dem Alten Testament stammen (s. dazu weiter unten), hat die Hiobsbotschaft eine ganz klare negative Konnotation: Eine Hiobsbotschaft ist von ihrem Inhalt her so schlimm, dass wohl keiner sie erhalten möchte. Dafür auch einige Beispiele:

  • „Wie geht es Dir? Du siehst schlecht aus.“ – „Kein Wunder. Ich habe komme gerade von der Bank, die eine wahre Hiobsbotschaft für mich hatten.“
  • „Er erhielt eine Hiobsbotschaft; seine Eltern sind letzte Woche überraschend verstorben.“

Herkunft: Die Erzählung von Hiob in der Bibel

Auch wenn es ähnliche Geschichten bereits vor der Bibel gab, basiert die Redewendung auf der Erzählung im Buch Ijob (je nachdem auch Hiob oder Job genannt). Protagonist ist der Mann Hiob aus dem Lande Uz, dessen Treue zu Gott durch den Teufel selbst auf eine schwere Probe gestellt wird.

Nach einer Diskussion zwischen Gott und Satan schlägt dieser vor, Ijobs Treue zu Gott zu testen. Daraufhin verliert er seinen ganzen Besitz (11.000 Tiere und Knechte), und seine zehn Kinder. Ijob jedoch bleibt weiter gläubig. Daraufhin testet der Teufel ihn weiter und belegt ihn mit einem Geschwür.

Ijob erfährt durch den einzigen überlebenen Knecht von diesen Schicksalsschlägen – Hiobsnachrichten oder Hiobsbotschaften. Er hält Gott jedoch die ganze Zeit über die Treue, woraufhin dieser ihn schlussendlich mit doppelt so viel Vieh und abermals zehn Kindern entlohnt.

Weitere Informationen zur Hiobsbotschaft und der Bedeutung der Redewendung