Geld stinkt nicht

Die Redewendung “Geld stinkt nicht” sagt aus, dass der Wert von Geld immer gleich bleibt, selbst wenn dieses aus fragwürdigen Geschäften stammt. Dieses Sprichwort hat seinen Ursprung im alten Rom und geht auf den Ausspruch von Kaiser Vespasian (9-79 n.Chr.) “Pecunia non olet” zurück.

Beispiele und “Geld stinkt nicht” in anderen Sprachen

Nur mit Geld kommt man heutzutage weiter – nicht umsonst sagt man auch “Ohne Moos nichts los”. Einige der moralisch eher fragwürdigen Menschen haben dementsprechend auch keine Probleme, unlautere Geschäfte oder sogar kriminelle Machenschaften durchzuführen, um an Geld zu kommen. Denn letztlich stinkt Geld nun mal einfach nicht.

Da dieses Faktum auch international so zu unterschreiben ist und der Spruch (wie unten im Detail erklärt wird) aus dem alten Rom stammt, verwundert es nicht weiter, dass die Redewendung in nahezu identischer Form in anderen Sprachen anzutreffen ist:

  • “Money does not stink” im Englischen
  • “l’argent n’a pas d’odeur” auf Französisch
  • “el dinero no huele” im Spanischen

Geschichtlicher Ursprung – Kaiser Vespasian und pecunia non olet

Wie bereits erwähnt, ist “Geld stinkt nicht” im Kern eines der zahlreichen Sprichwörter aus dem alten Rom. Genauer gesagt weist man die Redewendung Kaiser Vespasian zu. Dieser hatte während seiner Regentschaft vor allem mit einer schlechten finanziellen Situation zu kämpfen – und das Problem ging er auf kreative Art an.

Er entsann eine Latrinensteuer, um eine neue Einnahmequelle zu generieren. Zum Anderen sollten so Grünanlagen und Parks sauber gehalten werden. Nun mag es in heutiger Zeit relativ normal sein, für das Aufsuchen von öffentlichen Toiletten eine kleine Gebühr zu entrichten, im alten Rom war dies jedoch eine Novelle. Auch Vespasians Sohn Titus (39-81 n.Chr.) kam dies “spanisch” vor, und so fragte er seinen Vater, ob diese Latrinensteuer den Römern würdig sei.

Und der Legende nach nahm Vespasian eine Bronzemünze und fragte Titus, ob diese roch. Aus dessen Verneinung entstand dann “pecunia non olet” bzw. Geld stinkt nicht. Helmut Caspar fügt in seinem Buch “Ich kam, ich sah, ich siegte” übrigens noch die Anmerkung hinzu, dass der römische Dichter Juvenal folgenden Satz von sich gab, der in diesem Rahmen ebenfalls passt: “Der Geruch des Gewinns ist gut, woher dieser auch stammt.”

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