Jemandem die Daumen drücken

Das Sprichwort Daumen drücken bedeutet, dass man jemandem Glück wünscht. Der Ursprung bzw. die Herkunft der Redewendung ist nicht eindeutig belegt – ein möglicher Erklärungsansatz sind Gladiatorenspiele im alten Rom.

Beispiele für “jemandem die Daumen drücken”

  • “Ich habe morgen meine Abschlussprüfung in der Universität” – “Oh! Na dann drücke ich Dir die Daumen, dass alles gut verläuft.”
  • “Wir alle drückten ihm die Daumen, und schlussendlich hat er seine Führerscheinprüfung bestanden.”

Geschichtliche und kulturelle Herkunft des Daumen-Drückens

Bereits die Römer und wohl auch die germanischen Völker verbanden den Daumen mit Glück oder benutzten ihn für verschiedene Gesten, die in irgendeiner Form mit Glück und/oder zukünftigen Ereignissen in Verbindung standen.

Ein Beispiel dafür sind die Gladiatorenkämpfe im alten Rom. Wollten die Zuschauer einem der Kämpfer Gnade erweisen, legten sie den Daumen in die Faust (drückten ihm also die Daumen). Die Daumen-hoch-Geste ist davon übrigens losgelöst bzw. beinhaltet eine andere Konnotation.

Bei anderen Völkern war das Daumendrücken dafür da, böse Geister, Hexen und andere negative Erscheinungen zu vertreiben bzw. sich davor zu schützen.

Übrigens: Im englischsprachigen Bereich hat sich das Sprichwort nicht durchgesetzt. Hier werden stattdessen die Finger gekreuzt (“keeping my fingers crossed”), was nach aktuellem Stand als ein biblisches Sprichwort einzuordnen ist.

Weitere Informationen über das Daumendrücken und die geschichtliche Herkunft